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Schalke-Kolumne bei westline



Schalke Kolumne



westline.de ist das Internetportal der Ruhr-Nachrichten / Muensterschen Zeitung. In der Rückrunde der Fußball-Bundesliga-Saison 2010/2011 erschien dort jeden Dienstag eine Schalke-Kolumne. Die sich abwechselnden Autoren waren insgesamt sieben Schalke-Mitglieder, darunter auch ich selbst. Dieses Projekt wird wahrscheinlich in der Saison 2011/2012 fortgesetzt. Hier finden sich meine bisherigen Kolumnen.




Königsblaue Kolumne

Sechsmal Schalker Leben

21. Januar 2011 15:38 Uhr von westline | Quelle: westline Ab Januar 2011 gibt es bei westline einmal in der Woche eine Schalke-Kolumne. Alles rund um "königsblau", Kritik, Freude, Enttäuschung und Jubel! Aber wer schreibt da eigentlich? Wir stellen die sechs Autoren vor.

Peter Krevert

Peter Krevert Der 47-Jährige ist verheiratet und hat zwei Töchter. Er wohnt in Steinfurt, verbrachte aber seine Schulzeit in Gelsenkirchen. Schalke-Fan ist der Unternehmensberater seit den 60er Jahren. Vereinsmitglied seit den 80er Jahren und Mitglied im Stan-Libuda-Fanclub sowie beim Horstmarer Fanclub "Schalker Virus". Peter Krevert unterhält ein besonderes Hobby: Er dokumentiert die Schalker Geschichte mit Autogrammen, Büchern und Souvenirs. 2005 veröffentlichte er sein eigenes Buch "Das Schalker Autogrammbuch, Königsblaue Schriftstücke und Anekdoten".





Schalke-Kolumne

Die Schalke-Kolumne 16: Keine Blamage in Manchester und ein Pott für Manu!                        

03. Mai 2011 09:58 Uhr von Peter Krevert | Quelle: westline
Die Bundesliga ist für Schalke ja eigentlich gelaufen. Was gibt es also noch zu wünschen? Peter Krevert hat noch zwei Anliegen: Bitte keine Blamage in Manchester. Und dann bitte den DFB-Pokal nach Gelsenkirchen holen. Das würde diese merkwürdige Saison versöhnlich enden lassen. Vermutlich ist er mit beiden Wünschen nicht allein... Die Saison ist noch nicht ganz vorbei, aber weitgehend bereits gelaufen. Zeit also für ein vorläufiges Fazit: Zunächst kein herzlicher Glückwunsch, aber eine sportlich-faire Gratulation an die neuen Meister aus der Nachbarschaft. Ob es einem passt oder nicht - wer am Ende vor den anderen 17 Mannschaften oben steht, hat es auch verdient. Unsere eigene Truppe landet also jenseits von Gut und Böse irgendwo in der Tabellenmitte. Insgesamt enttäuschend, denn bei dem Potential des Kaders war eindeutig mehr zu erwarten. Merkwürdig, dass es selbst einem Erfolgstrainer wie Felix Magath nicht gelungen ist, mehr aus der Mannschaft herauszuholen. Leider nicht im Bus im Regen zum Auswärtsspiel... Hier wird sich Trainer Ralf Rangnick etwas einfallen lassen müssen, damit es wieder eindeutig nach oben geht. Leider ist es nicht möglich, die Spieler mal auf die Fanclub-Busse zu verteilen, am besten zu einem weit entfernten Schalker Auswärtsspiel in der Liga, bei schlechtem Wetter und mit nur ein paar Reise-Euro in der Tasche, damit sie mal erleben, wie es ist, seine Zeit und sein Geld für die Unterstützung der Mannschaft aufzubringen. Dank der teilweise überraschenden Pokalerfolge auf nationaler wie internationaler Ebene kann die Saison doch noch zu einem versöhnlichen Abschluß geführt werden. Was immer auch morgen in England passiert, es bleibt auf jeden Fall das deutsche Pokalfinale gegen einen Zweitligisten, der ebenfalls aus der Nachbarschaft kommt und sicher hochmotiviert nach Berlin reist. Dort kann die Mannschaft die Saison immerhin noch zur sportlich erfolgreichsten seit 2002 machen, als es den bisher leider letzten Titel gab. Die dann anstehende Fahrt mit dem Pott durch Gelsenkirchen wäre auch unserem Schnapper Manu zu wünschen, auf den unser Verein vermutlich schon ab dem Sommer verzichten wird. Zweifellos ein riesengroßer Verlust, aber da Schalke für Manu nicht mehr die erste Wahl ist, gilt auch für ihn: Spieler, Trainer, Vorstände kommen und gehen, aber der S04 bleibt bestehen. Reißt euch zusammen! Noch kurz zu morgen: Kein Schalker erwartet ernsthaft ein „Fußballwunder“, schon gar nicht nach den letzten schlappen Auftritten unserer Truppe gegen Lautern, Manchester und vergangenen Samstag gegen Manus neuen Lieblingsverein. Auch wenn morgen das Abenteuer Champions League in Manchester wohl vorbei sein dürfte, bleibt als Wunsch an unsere Feldspieler: Reißt Euch zusammen, nehmt Euch ein Beispiel an unserem sportlich vorbildlichen Torwart, bringt das Spiel anständig über die Bühne. Denn eine Blamage zum Abschluss würde den tollen Eindruck nachhaltig trüben, den Ihr über Monate in der Königsklasse hinterlassen habt.
Schalke-Kolumne

Die Schalke-Kolumne 10: Fehlende Bindestriche und unterschlagene Meisterschaften

22. März 2011 07:30 Uhr von Peter Krevert | Quelle: westline
Gelsenkirchen Unser Kolumnist Peter Krevert empfiehlt so manchem Schalke-Fan nach den letzten aufregendenn Wochen mal einen Frühlingsspaziergang durch Gelsenkirchen. Dabei kann man sich erholen und so einiges entdecken. Was immer Felix Magath neben einer Vizemeisterschaft, internationalen Siegen und einem Pokalfinaleinzug auch angeblich so Schlimmes beim FC Schalke 04 verbrochen haben mag - wünschen wir ihm nun also viel Freude im Wolfsburger Abstiegskampf. Und unserem alten Bekannten Ralf Rangnick natürlich einen guten Neustart auf Schalke. Wenn er demnächst nach geschafftem Klassenerhalt mit unserer Truppe und dem eben in Berlin abgeholten Pott in der Hand durch Gelsenkirchen fährt, wird er bestimmt auch an Magaths Anteil daran denken. Also soweit alles Friede, Freude, Eierkuchen. Recht turbulente Tage Aber vielleicht tut dem einen oder anderen Schalker nach diesen recht turbulenten Tagen ja auch ein kleiner Frühlingsspaziergang im Berger Feld mal ganz gut. Da gibt es so einiges zu entdecken und zugleich auch zu erinnern, seien es große Namen oder auch große Erfolge in unserer Vereinsgeschichte. Falls Ralf Rangnick, der ja auch als Fußballprofessor gilt, sich womöglich unter die Spaziergänger mische möchte, sollte er aber lieber die im internen Mannschaftsbereich ausliegenden Schalker Geschichtsbücher liegen lassen und sich einfach mal so auf die Wege rund um unsere Arena begeben. Unterschlagene Meisterschaften Er könnte am Schild mit dem Ernst-Kuzorra-Weg starten oder an jenem mit Ernst Kuzorra Weg. Dort oder auch am Stan Libuda Weg oder am ötte-Tibulsky-Weg könnte Rangnick auf den Schildern die größten Erfolge dieser S04-Veteranen studieren. Auch am Berni Klodt Weg oder am Herbert-Burdenski-Weg könnte er etwas verweilen und sich Highlights vergangener Schalker Jahrzehnte schwarz auf weiss vor Augen führen. Nur am Ernst-Kalwitzki-Weg und auch am Adolf-Urban-Weg sollte unser alter und neuer Trainer lieber nicht so genau hingucken, sonst würde ihm auffallen, dass die Stadt Gelsenkirchen diesen beiden verdienten Königsblauen doch tatsächlich die eine oder andere Deutsche Meisterschaft unterschlagen hat. Sicher ein glühender "BxB-Fan"... Als Schalker wollen wir natürlich annehmen, dass unser Verein seinerzeit die zugrunde liegenden Daten korrekt an die Stadtverwaltung übermittelt und diese sie natürlich ebenso korrekt an die wahrscheinlich in einer gewissen verbotenen Stadt ansässigen Schilderherstellerfirma weitergereicht hat. Und der dort zuständige Mitarbeiter – sicherlich ein glühender "BxB"-Fan – hat zugleich eine ideale Möglichkeit gesehen, sein besonderes Talent für eine kreative Bindestrich-Gestaltung eindrucksvoll unter Beweis zu stellen. Wie auch immer: Allen Schalkern, ob Trainer, Spaziergänger oder einfach nur sonstwie anreisenden Fans weiterhin viel Spaß in unserem Verein, der immer mal wieder für die eine oder andere überraschung gut ist.





Schalke-Kolumne

Die Schalke-Kolumne 4: Der "Supertanker Schalke" auf dem Weg

08. Februar 2011 07:30 Uhr von Peter Krevert | Quelle: westline
Gelsenkirchen Eine Menge Aufregung gibt es derzeit (wieder einmal) um den FC Schalke. Oder besser: um Felix Magath. Dass dabei auch eine Menge geplappert wird, findet Peter Krevert. überhaupt ist ihm ein professioneller Boss am Steuer des "Supertankers Schalke" lieber als ein Kumpeltyp ohne Erfolg. Fan-Aufstand, Transferchaos, wirtschaftlicher Niedergang und ähnliche Schlagworte prägten den Tenor der meisten Medienberichte in den Tagen vor dem Derby. Da hätte eine deftige Niederlage in Dortmund natürlich gut ins Konzept so mancher Medienvoyeure gepasst, um weiter kräftig auf Felix Magath und den FC Schalke einzuprügeln. Schade, dass es nur zu einem Punkt gereicht hat! Lieber Muffelkopp als Superkumpel Zugegeben, wir hatten schon sympathischer und volksnäher erscheinende Trainer und Funktionäre. Diese waren aber meist zu wenig professionell, um einen solchen Riesentanker wie den S04 über längere Zeit vernünftig zu steuern. Mir ist ein Muffelkopp mit Erfolg lieber als ein Superkumpel ohne Erfolg. Und als Sympathieträger eignen sich ohnehin Spieler wie Neuer, Raul und demnächst vielleicht auch Draxler viel besser als die Figuren am Spielfeldrand. Lauter unerbetene Ratschläge in Sachen Draxler Stichwort Draxler: Da fühlten sich gar eine Bundesministerin und einer der vielen DFB-Direktoren bemüßigt, völlig unaufgefordert ihren Senf zum weiteren Weg des Jungen dazuzugeben. Ob Schulunterbrechung, Schulwechsel oder was auch immer: Das ist einzig und allein Sache der Familie. Ebenso ist es ihr gutes Recht, sich die Meinung der S04-Verantwortlichen dazu anzuhören. Zurück zu Felix Magath: Er wurde als der ersehnte starke Mann geholt. „Bring den S04 möglichst weit wieder nach oben“, lautete und lautet seine Mammutaufgabe. Und er selbst hat sich für seinen angekündigten Umbau und die anvisierte Meisterschaft vier Jahre Zeit gegeben. Das bisher Erreichte - sportlich wie wirtschaftlich - kann sich durchaus sehen lassen. Im ersten Jahr zunächst die Vizemeisterschaft, aktuell haben wir im Pokal und in der CL noch alle Chancen. Auch die direkte Europa-Qualifikation in der Liga ist immer noch machbar. Alles in allem ist kein Grund ersichtlich, die vereinbarten vier Jahre vorzeitig zu beenden. Zwei Baustellen Optimierungspotential sehe ich bei Magath auf zwei Baustellen: Als Trainer ist er gefordert, der Truppe wirksam zu vermitteln, dass das Spiel nach vorne unterm Strich nicht länger akzeptabel ist. Ob hier die jüngsten Neuzugänge zu Verbesserungen führen, bleibt abzuwarten. Vielleicht sollte man Huntelaar die nächsten Länderspiele für Holland solange ausreden, bis er wieder regelmäßig für seinen Arbeitgeber S04 einlocht. Ganz allgemein wären zukünftig Verträge wünschenswert, die eine Länderspielabstellung von der ausdrücklichen Zustimmung des Vereins abhängig machen. Auch wenn weit und breit kein Fan-Aufstand in Sicht ist (relevanter sind da ohnehin die Stimmungen und Abstimmungen der Mitglieder auf der JHV): Am Verständnis der Tradition des S04 und an der dem Verein angemessenen, besonderen Kommunikation mit den Fans muss der Manager Magath noch arbeiten. Regelmäßig Aussprache im Verein Es kann mit Blick auf das öffentliche Ansehen des Vereins nicht angehen, dass sich regelmäßig Vertreter von größeren Fanorganisationen wie dem SFCV oder den Supportern vor die Medien stellen müssen, um auf tatsächliche oder vermeintliche Missstände hinzuweisen. Hier sind aber auch die anderen Vorstandsmitglieder und Aufsichtsräte – allen voran Clemens Tönnies - gefordert, wenigstens alle sechs Wochen mal die Beteiligten zu einer Aussprache an einen Tisch zu bringen. Dies aber – und das gilt für alle Seiten – bitte vertraulich und vor allem ohne jede Einbeziehung der Medien!